Die Zielgruppe "alle"

Ernsthaft? Alle? Wer ist das und wenn ja, wie viele?

Geht es um Kommunikationsmaßnahmen - egal ob Kampagne oder Partizipationsprojekt - sind die Zielgruppen entscheidend für den Erfolg. Mithin gilt es als unbestritten, dass eine zielgruppengerechte Kommunikation effektiv ist. Das heißt, dass Menschen zu einem gewünschten Handeln bewegt werden können, wenn Kommunikationsinstrumente und -formate mit Blick auf soziodemografische oder psychografische Merkmale erarbeitet werden.

So weit, so gut. Wird dieses Vorgehen in den Kontext der Digitalisierung gesetzt, ergeben sich aber neue Fragen. Solche,

  • die in Wissenschaft und Forschung neue Studien antreiben

Vor einiger Zeit haben wir z.B. den Artikel Will e-Participation Bring Critical Citizens Back In? von Åström und Karlsson gelesen, der einige Fragen bei uns offen gelassen hat. Mit der Dissertation von Dr. Katharina Große Benutzerzentrierte E-Partizipation gibt es nun eine Handreichung, die Vielen bei ihrer zielgruppenorientierten Dialog-Arbeit im Internet helfen kann

  • die in der Öffentlichkeit zu ethischen Grundsatzdiskussionen führen

Der Blick auf die derzeitige Nachrichten-Agenda gibt viel Input, um über die Grenzen der Zielgruppen-Recherche zu diskutieren. Welche Kommunikationsmaßnahmen sind eigentlich rechtens, wirklich nötig und gleichzeitig wirkungsvoll?

  • die Praktiker und Berater umtreiben, wenn es darum geht, auch im digitalen Zeitalter zu kommunizieren.

Bei Digital im Dialog 2018 wollen wir darüber oder über Fragen und Aspekte sprechen, die durch die Teilnehmenden eingebracht werden und vielleicht noch viel interessanter sind.

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